Informationen für Patinnen und Paten

Paten, die ein Patenkind vermittelt bekommen möchten, müssen sich über folgendes im Klaren sein:

  •  Sie müssen die ehrenamtliche Aufgabe, einem Kind regelmäßig Zeit zu schenken, gerne übernehmen. Wir gehen davon aus, dass Sie sich mindestens 14-tägig mit Ihrem Patenkind treffen werden.
  • Sie müssen bereit sein, sich auf Ihre Eignung als Pate prüfen zu lassen und an einer Patenschulung teilzunehmen.

  • Sie müssen Verständnis dafür haben, dass nicht nur sie sondern auch alle zu Ihrem Haushalt gehörigen Personen in den Auswahlprozess einbezogen werden und ein einwandfreies erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorlegen müssen.

  • Sie müssen zur Zusammenarbeit mit Helfern bereit sein.

  • Sie müssen den festen Willen haben, eine vertrauensvolle und verlässliche Beziehung zu Ihrem Patenkind aufbauen zu wollen. Sie sind sich darüber im Klaren, dass das ohne eine vertrauensvolle Beziehung zu den Eltern nicht möglich sein wird.

  • Sie werden Ihr Patenkind als stabile Bezugsperson über Jahre begleiten. Das wird nicht immer einfach sein. Es kann auch zu Konflikten und Krisensituationen kommen, die Sie zusammen mit Ihrem Ansprechpartner bei das patenprojekt berlin e.V. und den Eltern lösen müssen.

     

Wir vermitteln Paten an Kinder, die einen Paten brauchen

Die von uns vermittelten Kinder leben in Berlin und sind mindestens ein Jahr alt. Die Suche eines Paten für ein Kind kann die unterschiedlichsten Gründe haben. So kann es sein, dass das Kind in einem nicht ausreichendem oder instabilem sozialen Umfeld aufwächst oder dass die Eltern krank sind und sich nur eingeschränkt um das Kind kümmern können oder das Kind selbst krank oder behindert ist oder ein anderes Handicap hat und daher besonders viel Aufmerksamkeit benötigt.

Vorbereitung der Patenschaft

Wenn Sie sich für eine Patenschaft interessieren, können Sie uns telefonisch oder per Mail kontaktieren, wir beantworten Ihre Fragen und laden Sie zu einem ersten Informationstermin ein. Hier lernen Sie uns kennen, bekommen weitere Informationen zum Thema Patenschaft und haben nochmals die Gelegenheit Fragen zu stellen. Um vor voreiligen Entscheidungen zu schützen, legen wir Wert darauf, dass Sie in diesem Termin noch keine Entscheidungen treffen sondern dass Sie sich eine Woche Zeit nehmen, um ihr Interesse zu prüfen.

Wenn Sie weiterhin Interesse haben, laden wir Sie zu einem weiteren persönlichen Gespräch ein. Wir fragen Sie darin nach ihrer Motivation für eine Patenschaft, nach ihrer aktuellen Lebenssituation und ihrem familiären und beruflichen Hintergrund. Dieser Termin bietet Ihnen die Gelegenheit, ihre Wünsche, Vorstellungen, Ängste und persönlichen Grenzen zu äußern und gegebenenfalls Ihre Motivation für eine Patenschaft noch einmal zu überprüfen und für Sie selbst zu klären. Wir geben allgemeine Informationen zu den Kindern und es wird im Weiteren besprochen, welche Chancen und Konflikte bzw. Krisen in der Patenschaft möglicherweise auftreten können. Am Schluss dieses Gespräches bitten wir Sie sich erneut eine Woche Zeit zu nehmen, um Ihren Wunsch eine Patenschaft einzugehen überdenken zu können.

Zum Auswahlverfahren zählt auch ein Hausbesuch. Er dient dazu, einen Eindruck ihrer Wohnsituation und ihres sozialen Umfelds zu bekommen. Zu diesem Gespräch bitten wir, dass alle Haushaltsangehörigen anwesend sind. Bei diesem Besuch finden Sie und alle Angehörigen ein Forum, um über die Idee einer Patenschaft, Wünsche und eventuelle Befürchtungen sprechen zu können. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir die Vorlage eines einwandfreien polizeilichen Führungszeugnisses aller in ihrem Haushalt wohnhaften Personen benötigen, bevor wir ein Kind an Sie vermitteln können. Mit einer Bescheinigung von uns ist der Antrag dafür kostenlos.

Wenn Sie nach diesen Schritten sicher sind, ein Pate werden zu wollen, und wir uns sicher sind, dass ihre Voraussetzungen, Wünsche und Vorstellungen mit der Idee des Patenprojekts vereinbar sind, beginnen wir mit der Vermittlung eines Patenkindes.

Vermittlung des Patenkindes

Als Erstes begegnen Sie als Pate den Eltern ihres potentiellen Patenkindes. Wir begleiten diese mindestens zwei Treffen. Grundlegend für eine gelingende Patenschaft ist immer die gegenseitige Sympathie. Wenn diese auf beiden Seiten gegeben ist, findet ein drittes Treffen statt, in dem Sie das Patenkind kennen lernen. Diese Zusammenkunft geschieht im Beisein der Eltern und wird ebenfalls von uns begleitet. Wir bitten Sie, wie auch die Eltern und das Kind, sich nach dem ersten Zusammentreffen eine Woche Zeit zu nehmen, um zu überdenken, ob sie sich eine Patenschaft vorstellen können. Wenn alle einverstanden sind, kann die Patenschaft beginnen.

Begleitung der Patenschaft

Wir halten speziell in der Anfangsphase der Patenschaft Kontakt zu Ihnen als Paten und zur Familie des Patenkindes, um eventuell auftretende Startschwierigkeiten thematisieren zu können.

Der weitere Umfang der Begleitung und Beratung durch uns richtet sich nach dem individuellen Bedarf der jeweiligen Patenschaft.

Auf jeden Fall steht Ihnen immer ein persönlicher Ansprechpartner zur Verfügung, insbesondere in Zeiten von Krisen – sei es in der Patenschaft oder mit dem Kind – sollten Sie davon regen Gebrauch machen.

Wir bieten Ihnen fortlaufend Schulungen und Weiterbildungen zu unterschiedlichen Themenkomplexen an. Im Rahmen von Patentreffen, an denen die Eltern und Kinder nicht teilnehmen, bieten wir Ihnen die Möglichkeit sich mit anderen Paten auszutauschen und sich mit diesen zu vernetzen.

Für Kinder, Paten und Eltern veranstalten wir gemeinsame Feste und Ausflüge.